10. Juli 2016 Janine Biermann

Vom Affen zum Fastfood

Nachdem mich heute wieder Kunden angesprochen haben, dass die Menschen doch wohl immer dicker werden, gingen mir folgende Gedanken durch den Kopf:

Die Evolutionsentwicklung in den Industrieländern hat dazu geführt, dass den Menschen wohl die zwingende Motivation verloren gegangen ist, sich für die Nahrungsbeschaffung mehr zu bewegen als nötig ist. Es wird immer bequemer sich z.B. mit Nahrungsmitteln usw. zu versorgen.

Die dichte Infrastruktur in den urbanen Städten hat den Supermarkt in unmittelbare Nähe der Verbraucher gebracht, so dass mit einem Minium an Aufwand alles zu besorgen ist. Diese Lebensumstände haben massiven Einfluss auf das heutige Körperbild und den Gelenkstatus genommen. Anders ausgedrückt: Die Menschen werden träge, dick und krank, gefährden die Gesundheit und verlieren die angeborene Bewegungsfähigkeit.

Das Wissen um Veränderungen ist da, wird aber nur unzureichend umgesetzt. Es ist nie zu spät, mit intelligenten Trainings- und Bewegungsansätzen sein Leben zu verändern!

kontrollleuchte

Vor kurzem leuchtete die Ölkontrolllampe bei mir im Wagen auf. Ich habe – wie es fast alle getan hätten – sofort nachgeschaut. Es musste etwas Öl nachgegossen werden. Damit war die Sache geklärt und ich beruhigt. Nur wenige Menschen würden die Signale unbeachtet lassen, oder?

Warum beachten dann häufig Freizeitsportler und Athleten bei ihrem eigenen Bewegungssystem die Zeichen nicht? Bei Kraft- oder Ausdauerathleten wäre es so, als wenn man die vom Körper ausgesendeten Signale, wie Knieschmerzen, Wadenverhärtungen und Achillessehnenreizungen ignorieren würde und ungeachtet dessen, seine Ziele weiterverfolgt. Es wird so lange gewartet, bis etwas gezerrt, gerissen, verhärtet oder gebrochen ist, dann wird der Sportmediziner aufgesucht. Das hält die Ärzteschaft Jahr für Jahr auf Trab…

Der menschliche Körper ist dafür ausgelegt, Bewegungsabläufe millionenfach zu wiederholen. Aber jedes Mal, wenn dieses aus einer ungünstigen Position heraus geschieht, wird eine der beteiligten Strukturen übermäßig falsch belastet. Der Körper gibt aber nicht sofort ein Signal wie meine Kontrolllampe. Ist der Knieknorpel beschädigt oder die Achillessehne entzündet, waren dafür viele, viele falsche Bewegungsabläufe notwendig. Der Körper ist sehr leidensfähig! Durch das schlechtes Bewegungs- und Mobilitätsverhalten verschlechtern sich zusehends die Strukturen.

Wenn jemand nach jahrelangem Sitzen (teilweise sind es bei Büroarbeitern 12-16 Std. pro Tag) den Wunsch nach einem athletischen Körper bekommt, werden an einen schönen Sonntag nach dem Frühstück die alten Laufschuhe angezogen und es geht auf die ersten 3-5 Kilometer. Dass die Haltung dabei sehr schlecht ist, die Füße nach innen kollabieren und hart mit der Ferse aufgetreten wird, bemerkt man ja nicht unbedingt selber und so geht es Kilometer für Kilometer weiter. Der Körper kann Kraft entwickeln, auch in schlechter Körperhaltung. Das wäre aber so, als wenn ich ohne Öl Vollgas auf der Autobahn gefahren wäre. Nach einigen Wochen ist dann der erste Sportarzttermin. Musste das sein?

Jeder Sportler sollte seinen Bewegungsapparat bei einem Fachmann für Bewegungs- und Mobilitätsübungen testen lassen, um die persönlichen Defizite aufzuspüren und bekämpfen zu können. 98 Prozent aller Bewegungseinschränkungen bei Sportlern sind fehlende Bewegungsumfänge und schlechte Körperhaltungen, die nicht korrigiert wurden. Wenn das System von harten Überspannungen gezeichnet ist, sollten diese zuerst beseitigt werden. Dieses geschieht mit sogenannten BLACKROLL (Faszienrollen) und Bällen. Danach wird die Mobilität, Flexibilität und Kraft aufgebaut. Diese und andere Fähigkeiten werden meinen Kunden vermittelt, damit Sie in der Lage sind, eigenverantwortlich ihren Körper in Schuss zu halten.

Work out smart. Stay nimble and strong!

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