18. Juni 2017 Janine Biermann

Der Start ins Lauftraining

Leider landen regelmäßig viele Freizeitläufer, die hochmotiviert etwas für die Figur und Fitness machen wollen, nach kurzen Anläufen in den Wartezimmern der Ärzte ihres Vertrauens. 

Die Diagnosen: Überlastungssyndrom des Knies, Plantar-Fasciitis-Symptome (Schmerzen unter der Fußsohle) und viele andere. Diese Verletzungen hindern sie daran, ihre Trainingsziele zu erreichen. Und doch sind sie ganz einfach vermeidbar, denn eine gute Vorbereitung ist das A und O beim Lauftraining.

Kein verantwortungsvoller Trainier würde einen neuen Klienten sofort über zwei Kilometer (ca. 2500-3000 Schritte) laufen lassen. Denn: Beim normalen Gehen haben die Füße ständigen Bodenkontakt, beim Laufen jedoch nicht. Die kurze Flugphase, wenn beide Füße kurzzeitig den Boden nicht berühren, lässt beim „Aufprall“ das drei- bis fünffache des Körpergewichts auf die Beine einwirken als bei einem ganz normalen Schritt. Hochgerechnet auf bis zu 3000 Schritte ist dies eine anspruchsvolle Aufgabe für den Körper. Daher sollte man sich, anstatt einfach die Schuhe anzuziehen und loszulaufen, sich erstmal optimal vorbereiten.

Stellen Sie sich am besten erst die Frage: Weshalb möchten Sie laufen?
Der wohl häufigste Grund ist die Körpergewichtsreduktion, die aber mit dem „Laufen“, wie ich es häufig auf der Straße sehe, nicht optimal erreicht wird. Durch ein intensives Ganzkörperwiderstandstraining mit kurzen Ruhephasen und zwei bis drei Intervalltrainingseinheiten, die intensiv, aber nicht lange sein können, wird der Körper in die Nachbrennphase für die nächsten 24-48 Std. geschickt und der Stoffwechsel wird angekurbelt. Lange monotone Laufeinheiten mit geringer Intensität können auch zu den oben genannten Beschwerden führen.

Sie möchten eigentlich lieber das vegetative Nervenkostüm beruhigen nach einem anstrengen Tag?- Die Luft genießen, die Sonne spüren. Diese Dinge in der Natur genießen Sie auch nur mit einem gesunden leistungsfähigen Körper. Sie wollen vielleicht an einem Volks- oder Marathonlauf teilnehmen? Schön! Haben Sie denn ein gutes Muskelkorsett? Übergewicht, O- oder X- Beine, ein schwaches Fußgewölbe kann das Ziel schnell zunichte machen.

Bitte starten Sie verantwortungsvoll und Lassen Sie sich beraten! Ein effektiv ausgeführtes Fitnesstraining für zwei bis drei Monate bereitet Sie Schritt für Schritt vor und unterstützt Sie bei dem Erreichen der Laufziele.

Beispielhaft hier einige effektive Übungen, die fast überall mit dem eigenen Körpergewicht durchgeführt werden können:
• Der Seitstütz- für die stabile Körpermitte
• Der Klimmzug – Kraft für den Rücken, Schulter und die Arme
• Der Liegestütz – Königsdisziplin für den starken Rumpf-, Brust-und Armbereich
• Die Kniebeuge – Pflichtübung für Gesäß- und Beinfitnessprogramme

Da jede Übung für sich in der Ausführung anspruchsvoll ist, lassen Sie sich von einem erfahrenen Trainier einweisen und informieren Sie sich über den Laufeinstieg – so verdienen Sie sich das Laufen!

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